Freundeskreis beschafft Wärmebildkamera

pw. JESTEBURG. Gute Musik, tolles Wetter und viele Interessenten tummelten sich am Sonntag, den 15.09.2013 am Jesteburger Feuerwehrhaus. Zahlreiche Gätse aus den unterschiedlichsten Altersschichten zeigten reges Interesse an der Technik, der Jugendfeuerwehr und dem Freundeskreis. Das Frühschoppen, musikalisch untermalt von „The Old Boys Skiffle Corporation“, kam zusammen mit leckeren Torten und Fassbier sehr gut an. Das Team um Susanne Claußen, Simone Middeldorf und Harm Stemmer informierten aktiv über die Interessen und Ziele des Freundeskreises – nun stand die Übergabe der Wärmebildkamera an.[…]

„Mit der Wärmebildkamera können wir bei Brandeinsätzen nun auch in verrauchten Räumen schnell vermisste Personen finden oder aber verborgene Glutnester aufspüren. Aber z.B. auch bei Verkehrsunfällen können wir ggf. schnell feststellen, ob sich in einem Unfallfahrzeug eine weitere Person aufgehalten hat, die sich unter Schock stehend entfernt hat oder aus dem Fahrzeug geschleudert wurde. Hierdurch kann dann schnell eine gezielte Suche eingeleitet werden“, so Ortsbrandmeister Jo Röhrs. Außerdem kann die Kamera, gerade in der Dunkelheit, hervorragend zur Personensuche eingesetzt werden.

Die Anschaffung dieser Wärmebildkamera wurde durch zahlreiche Spenden der Fördermitglieder und dem Frühschoppen an der Feuerwache Jesteburg finanziert. Beim gut besuchten Frühschoppen wurden neben einer Fahrzeug- und Geräteschau auch eine lustige Modenschau und eine Einsatzübung der Jugendfeuerwehr gezeigt. Besonderen Dank gilt hierbei der Bäckerei Weiss, Landschlachterei Cordes, der Sparkasse Harburg-Buxtehude, Autohaus Kuhn + Witte sowie Getränkhandel Hubert Lewandowski.

Bedanken möchte sich Röhrs im Namen aller Kameradinnen und Kameraden beim Freundeskreis der Freiwilligen Feuerwehr Jesteburg, vertreten durch Susanne Claußen: „Ohne Euch und euren Mitgliedern wäre diese Investition nicht möglich gewesen“.

Einsatzübung der Jugendfeuerwehr

Ein brennendes Haus auf der Wiese vor der Festhalle – was ist denn da los? Zahlreiche Gäste versammelten sich als auch schon das TLF mit lautem „TaTüTaTa“ auf die Wiese fuhr. „Alles unterer Kontrolle“ bewies die Jugendfeuerwehr: Fachmännisch wurden die Einsatzbefehle gegeben, Schläuche ausgerollt und die Kommandos umgesetzt. Ganz cool zogen die Kinder und Jugendlichen dabei Ihre Übung durch – ohne sich vom Applaus der Zuschauer oder vom Feuer aus der Ruhe bringen zu lassen. Mit verschiedenen Strahlrohrtypen gingen die Trupps dann zur Brandbekämpfung vor – natürlich mit Unterstützung von den „großen“ Einsatzkräften.

Großer Applaus für die Kinder und Jugendlichen: Das Feuer ist aus! Die Jugendfeuerwehren der Samtgemeinde suchen übrigens ständig Nachwuchs. Interesse? Hier gibts mehr Infos!

Technik Hautnah: Verstehen wie die Feuerwehr arbeitet

Martin Schulze erklärt die Atemschutzüberwachung

Martin Schulze erklärt die Atemschutzüberwachung

Einen einmaligen Einblick in die Arbeit der Feuerwehr hatten alle Technikinteressierten auf dem großen Parkplatz der Feuerwache. Zahlreiche Feuerwehrleute, in der neuen Schutzkleidung (welche der Freundeskreis finanzierte), standen für alle Fragen bereit. Martin Schulze (Bild rechts) erklärte den besonders interessierten Jugendlichen die Funktionsweise der Atemschutzüberwachung. Da der Luftvorrat im Einsatz mit den Atemschutzgeräten sehr begrenzt ist, muss darauf geachtet werden, dass die Feuerwehrleute noch genug Luft für den Rückweg haben. Dies berechnen die Feuerwehrleute selbst, werden aber durch einen Dritten zusätzlich überwacht.

Unfälle im Straßenverkehr sind nicht nur tragisch, sondern erfordern auch schwerstes Gerät.

Unfälle im Straßenverkehr sind nicht nur tragisch, sondern erfordern auch schwerstes Gerät.

Dirk Meyer (Bildmitte) erklärt zusammen mit Thomas Csoti die Geräte zur technischen Hilfeleistung. Während es bei Türöffnungen auf Fingerspitzengefühl ankommt, muss man bei Unfällen mit Fahrzeugen Kraft und Ausdauer beweisen. Im Dialog mit einer Interessenten kam die Frage auf, ob neuere Fahrzeuge, durch neuere Materialien schwerer zu öffnen sein. Meyer entgegnete mit einer spannenden Antwort: „Während früher Fahrzeuge schnellstens „auseinandergerissen“ wurden, wird heute erst eine kleine Öffnung geschaffen, um an den Patienten zu gelangen. Dann erst wird, in enger Absprache mit dem Rettungsdienst, die weitere Rettung vorbereitet. Neuere Autos sind nicht unbedingt schwerer zu öffnen, nur müssen sich alle Feuerwehrleute stetig fortbilden. Wo früher noch eine B-Säule als Angriffspunkt für Rettungsgeräte diente ist heute vielleicht gar keine mehr – hier müssen wir umdenken und neue Wege gehen. In diversesten Schulungen und praktischen Übungen machen wir uns dafür fit.“

Der Freundeskreis der Freiwilligen Feuerwehr würde sich über weitere fördernde Mitglieder freuen, um auch weiterhin die Arbeit der eherenamtlich tätigen Feuerwehrleute und der Jugendfeuerwehr zu unterstützen. Interesse geweckt? Hier gibts mehr!

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Allgemein, Fotos, Freundeskreis, Videos und verschlagwortet mit , , , von Philipp Wolf. Permanenter Link zum Eintrag. Veröffentlicht am 5. November 2013.

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