EHRENSACHE. – Dirk-Hinrich Meyer stellt sich vor!

dt JESTEBURG. Auch heute möchten wir euch einen Kameraden aus der Feuerwehr Jesteburg vorstellen. Unser Zeugwart Dirk-H. Meyer hat sich die Zeit genommen und uns Rede und Antwort gestanden, warum er sich für die Feuerwehr entscheiden hat.

Seit nun drei Generationen ist seine Familie Mitglied in der Feuerwehr. Seine Karriere bei der Feuerwehr begann mit dem 12. Lebensjahr, als er sich für den Eintritt in die Jugendfeuerwehr in Jesteburg entschieden hat. Dieser Weg war für ihn absehbar, denn bereits sein Vater war ein aktives Mitglied in der Feuerwehr. 25 Jahren später folgte ihm sein Sohn, welcher ebenfalls erst in der Jugendfeuerwehr und nun in der Einsatzabteilung aktiv seinen Dienst in der Feuerwehr verrichtet. Das Fortsetzten der Tradition war aber nicht der ausschlaggebende Punkt bei der Feuerwehr zu bleiben und nach der Jugendfeuerwehr als aktives Mitglied der Einsatzabteilung seinen Dienst zu verrichten. „Gerade Menschen in einer Notsituation behilflich zu seinen ist das, was mich bei der Feuerwehr gehalten hat“, so Dirk-H. Meyer. Hierbei spielt, der Zusammenhalt und die Kameradschaft eine wichtige Rolle. „Wenn man in ein brennendes Haus geht, ist es beruhigend zu wissen, das draußen Kameraden auf einen warten, die alles daransetzen würden, einen in einer Notsituation aus dem Haus herauszuholen“ so Meyer weiter. Gerade deswegen hat er auch nie der Feuerwehr den Rücken gekehrt, auch wenn er sich aus beruflichen Gründen drei Mal vom Dienst beurlauben musste, da er sich beruflich weitergebildet hat und im Ausland tätig war. Die Zusammenarbeit mit der Jugendfeuerwehr ist ein weiterer wichtiger Faktor für ihn. Nicht nur an die Kreiszeltlager als er in der Jugendfeuerwehr war erinnerte er sich positiv, sondern auch noch heute unterstützt er die Jugendfeuerwehr bei der Ausrichtung dieser großen Veranstaltung vom Landkreis. So ist es schon fast Tradition, das gemeinsame Ausrichten des Orientierungsmarsches durch die Feuerwehr Jesteburg an der er sich beteiligt.

Während der 35-jährigen Dienstzeit gab es viele positive Dinge, an die man sich gerne erinnert. Neben der Brandbekämpfung gehört das retten von Sachwerten ebenfalls zu den Aufgaben der Feuerwehr. Gerade zwei Einsätze sind hier besonders im Gedächtnis geblieben. Beide Male stand ein Haus in Flammen. Neben der Brandbekämpfung rettete die Feuerwehr viele Wertgegenstände aus den brennenden Häusern vor den Flammen. Auch wenn die Schäden an den Häusern immens waren, so waren die Besitzer sehr glücklich darüber, dass nicht alle Sachwerte den Flammen zum Opfer gefallen waren. „Besonders wenn sich die Leute bei einem für die geleistete Arbeit bedanken, ist dieses der Antrieb immer weiter zumachen“ erläutert Meyer.

Zum Dienst in der Feuerwehr gehört leider auch dazu, dass nicht alle für dieses Engagement in der Feuerwehr Verständnis zeigen. „In meinem Berufsleben hatte ich leider schon einige Arbeitgeber, die mit Unverständnis, auch im Einsatzfall, sich hierüber geäußert haben“. Dieses wirkt sich leider nicht immer positiv auf das Arbeitsverhältnis aus – so Meyer weiter. Auch wenn seine Frau und die Familie die Feuerwehr unterstützen, so machen sie sich jedes Mal Gedanken, wenn Vater und Sohn zum Einsatz gerufen werden und hoffen, dass auch dieses Mal nichts Schlimmes passiert. Leider müssen die Familien und die Feuerwehrleute damit umgehen können, und sich der Konsequenzen bewusst sein.

Vergleicht man die Aufgaben der Feuerwehr von heute und von früher, so hat sich einiges geändert. Wurde die Feuerwehr früher hauptsächlich zu Bränden alarmiert, so sind die Einsätze heute größtenteils technische Hilfeleistungen aller Art. Damit hat sich auch die Ausbildung im Vergleich zu früher verändert, welche heute deutlich komplexer und vielfältiger ist, bedingt durch die modernen Gerätschaften, die in der Feuerwehr ihren Einzug erhalten haben. Aber auch genau, dass ist das, was die Feuerwehr ausmacht. Jedes Mal lernt man etwas Neues und das unabhängig vom eigenen Alter oder der Dienstzeit in der Feuerwehr. Doch Feuerwehr sind nicht nur Einsätze und der Dienstbetrieb. „Ich koche leidenschaftlich gerne und so haben wir angefangen nach dem wöchentlichen Diensten gemeinsam im Anschluss den Kochlöffel zu schwingen“ so Meyer. Diese Tradition besteht nun schon seit ca. 6 Jahren und wurde auch während meiner Abwesenheit weiter fortgesetzt, denn Tradition verbindet.

 

Auch in der kommenden Woche stellen wir ein neues Mitglied vom Freundeskreis der Feuerwehr vor.

 

 

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Allgemein von Dennis Tschense. Permanenter Link des Eintrags. Veröffentlicht am 1. November 2017.

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